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Helena Ruf

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Fotoarbeit – Abstract

Die vierteilige Reihe „Janusköpfe“ konfrontiert das Auge durch die Vereinigung jeweils zweier Fotografien in einer Doppelbelichtung mit einer Kombination aus Verschmelzung und Abgrenzung. Die Motivik der Landschaften fügt sich gezielt in klischeehafte Zuordnungen zu männlichen und weiblichen Charakteristiken ein. Im Kontrast zu den stark, unbeweglich und starr wirkenden Felsen in den Fotografien des Mannes zeichnen die verwachsenen, fragilen und verworrenen Äste das Portrait der Frau. Diese auf den ersten Blick stereotypische Zuordnung weist allerdings bei näherer Betrachtung gegensätzliche Züge auf; die zweite männliche Komposition zeigt das Aufbröckeln seiner Fassade in Stirnhöhe, wohingegen das Geflecht der Äste für die Frau ein stabiles Rückgrat bildet. Somit werden die offensichtlichen Kontraste der Portraits auch bei einer anderen Interpretation deutlich – in diesem Falle allerdings in umgekehrter Weise. Folglich wirken alle Motive zwar in einer Weise zugehörig zueinander, grenzen sich aber auch stark ab. Diese Doppeldeutigkeit in der Interpretation und Zweiteiligkeit des visuellen Impulses erklärt den Titel „Janusköpfe“. Die Diskrepanz von Distanz und Nähe zwischen Portrait und Naturfotografie charakterisiert das heutige Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt. Die Übergänge beider Fotografien sind so sanft gestaltet, dass eine Art innere Zugehörigkeit des Menschen zu der Natur verbildlicht wird und somit der Appell entsteht, sich auf diese Verbindung wieder einzulassen.

Handzeichnungen

HER.
Wer ist sie? – Das sechsköpfige Werk konfrontiert den Betrachter mit einer Aneinanderreihung individueller Frauen, die einzeln für sich eine starke Präsenz aufweisen und damit gegenseitig nahezu in Konkurrenz treten.

DIFFERENT HER.
Sie ist anders. Jede Frau zeichnet sich durch eine andere Körperhaltung, Mimik oder besondere Charakteristika in Kleidung und Schmuck von den anderen ab. Dadurch distanzieren sie sich voneinander. Doch stehen sie sich nicht eigentlich sehr nahe?

IN-DIFFERENT HER.
Sie ist gleich – oder gleichgültig? Das Tuch das sich an und um die Frauen schwingt, setzt sie in eine direkte Verbindung zueinander. Sie sind anders, aber stehen sich trotzdem sehr nahe. Dadurch bildet sich eine Distanz zwischen den weiblichen Individuen, die uns in einer kraftvollen Reihe entgegentreten, und dem Betrachter, der versucht diese einzuordnen. Wir versuchen sie unmittelbar zu deuten und ihrer Herkunft nach einzuordnen. Doch ist diese Einordnung nicht gleichgültig?