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Helen Ender-Harding

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Helen Ender-Harding

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In einer inklusiven Gesellschaft leben Menschen mit ihren individuellen Unterschieden wie z.B. Geschlecht, Hautfarbe, Vermögen, ihrem kulturellen und sozialen Hintergrund, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religion oder besonderen körperlichen oder geistigen Eigenschaften ohne Diskriminierungen zusammen. Menschenrechte wie das Recht auf Leben, Freiheit und Gleichheit werden praktiziert und jeder hat das Recht auf uneingeschränkte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Inklusion ist somit eine bewusste Haltung, die durch Denken und Handeln zu Solidarität und Achtung der Würde eines jeden Menschen führt. Hier wird deutlich, dass wir bei Inklusion über einen kontinuierlichen Prozess reden, bei dem immer wieder Möglichkeiten und Antworten diskutiert, gesucht und reflektiert werden müssen.
Meine Serie setzt sich mit dieser vielschichtigen und oft missverstandenen Thematik auseinander. Ausgangspunkt sind Keilrahmen, die keiner „Norm“ oder Gestaltungsgesetzen gehorchen. Ohne diese Orientierung entstehen Spannungen, aus denen im Arbeitsprozess überraschende Zusammenhänge auftraten und  neue Schnittpunkte entstanden. Vielfältige Materialien (z.B. Papier, Sand, Asche, Schnüre, Draht etc.) und Herangehensweisen (geplantes Auftragen, Klecksen, Verlaufen lassen, Übermalen etc.) erzeugen Grenzen, Übergänge, verschiedene Rhythmen, Öffnungen oder Überlagerungen. Diese ungleichen Bilder ergeben nun ein Gesamtwerk, bei dem jeder Betrachter selbst entscheiden muss, wo Verbindungen existieren und Brücken gebaut werden können.

„Die Begriffe normal, Normalität, Normalisierung und ihre Gegenbegriffe anormal und abnorm stammen alle vom lateinischen Wort „norma“ ab. Die Norma war das Instrument der römischen Baumeister zur Bestimmung des rechten Winkels und wurde in der Folgezeit eine gebräuchliche Bezeichnung für jede Art von Regel.“
Franzkowiak, Thomas: Vortrag an der Universität Siegen (2011)

Inklusion ist der zentrale Leitgedanke in dem von Deutschlands und 155 weiteren Ländern  auf der UNO-Generalversammlung unterzeichnetem völkerrechtlichen Vertrag (auch Behindertenrechtskonvention genannt), der sich auf alle Lebensbereiche bezieht.