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oder: Was darf Kunst eigentlich kosten?

Ein Beitrag unseres Künstlers Jürgen Czwienk

Wie kommt der Preis eines Kunstwerks eigentlich zustande? Diese Frage bekomme ich oft gestellt und die Antwort fällt wie immer nicht leicht. Natürlich gibt es gewisse Parameter, wie Material- und Zeitaufwand, die jeder Produzent berücksichtigen sollte. Aber wie bewertet man z.B. den Unterschied zwischen Malerei und Fotografie? Immerhin entsteht ein Foto im Bruchteil einer Sekunde, während ein Gemälde meist mehrere Tage und Wochen brauchen kann.

Preise für Kunst kalkulieren.

Eine gute Orientierung ist die Empfehlung der Hochschule für Bildende Künste in Dresden (HfBK). Zur Objektivierung der Preisgestaltung ist folgende Rechenkonvention meiner Meinung nach ziemlich hilfreich:

(Höhe 100 cm + Breite 100 cm) x 8 = 1.600 Euro

wobei die Zahl acht einen mittleren Faktor darstellt. Anfänger rechnen erst einmal mit Faktor 5 und können dann ja langsam nach Nachfrage und Verkäufen steigern. Faktor 10 ist der Faktor eines Künstlers, der von seiner Arbeit ja auch leben muss und entsprechend nachgefragt ist.

Bei dem oben genannten Beispiel (Malerei/Zeichnung) sind die Materialkosten noch nicht enthalten, denn da gibt es erfahrungsgemäß extreme Schwankungen. Vor allem die Kosten für Rahmung und Verglasung steigt expotentiell an, sobald man die üblichen Formate verlässt. Spezielle Rahmenhölzer oder auch entspiegelte Gläser gehen preislich schnell in die Höhe und da ist immer Vorsicht geboten.

Sobald es sich bei den Kunstwerken um Unikate handelt, wird die Preisgestaltung komplizierter und naturgemäß auch subjektiver. Aber ein Blick auf den Kunstmarkt hilft da vielleicht etwas weiter. Tendenziell neigen Künstler dazu, ihre Werke zu preisgünstig zu verkaufen, da der Verkauf auch immer so etwas wie eine Bestätigung der Arbeit darstellt. Ja man könnte sagen, der Künstler fühlt sich dadurch geschmeichelt und ist bestrebt dieses positive Gefühl auch zu bekommen.

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1 Antwort
  1. Otto Frey

    Die Größe eines Werkes, das Format, Materialkosten und Mühen des Künstlers sind m. E. bei der Preisfindung unerheblich. Läge man nämlich derartige Kriterien zugrunde, ginge man davon aus, dass alle Künstler etwa gleich gute Arbeitsergebnisse produzieren, so wie es beispielsweise bei Handwerkern mit gleichem Berufsabschluss der Fall ist. In der Kunst verhält es sich aber grundsätzlich anders.
    Ein Kunstwerk hat dann einen Geldwert, wenn sich in ihm ein vorhandenens Talent des Künstlers manifestiert hat. Aspekte wie Originalität, gedankliche Tiefe, Raffinesse in der Ausführung, Konstruktivität usw. sind maßgeblich.
    Grüße.

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