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Big Blau

Beschreibung: „Jeder geliebte Gegenstand ist Mittelpunkt eines Paradieses.“ Novalis Etwas für die Freunde der Nacht und des blauen Gemütes. Obwohl am Tag entstanden, simuliert diese Bild die nächtliche Seite der Natur. Mark Rothko`s colour fields glimmen zart im Hintergrund und natürliche Strukturen evozieren einen Irrgarten von Ästen und Stämmen. Traumhafte Einblicke in eine Stimmung, die man sich real nur mit viel Fantasie vorstellen kann. Könnte man doch da hineinspazieren, wie in einen Traum. So könnte Novalis geträumt haben! Die visuelle Variante vom berühmten romantischen Blau und der Blauen Blumen mit Pflanzen als Bäume. Eigentlich wollte ich einen alten Turm mit abbilden. Aber die natürliche Arbeit der Camera Obscura überrascht mich doch immer wieder und zeigt eine Welt, die sonst unsichtbar existiert. Entwicklungszeit 3 Wochen. Geborgen am 14.06.2016. Wie immer die Sorge: Ist es etwas geworden? LIMITED EDITION / LIMITIERTE EDITION (LE) Streng limitierte Serie von max. 50 Exemplaren weltweit. Im Format das zweitgrößte Bild des jeweiligen Sujets. Museumsqualität/Galeriequalität. Rückseitig handsigniert, mit Künstlerstempel, nummeriert und mit Zertifikat ausgeliefert. Ohne Rahmen.
Material und Arbeitstechnik: Camera Obscura
Entstehungsjahr: 2016
Abmessungen: 60 x 60 cm
Preis auf Anfrage

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Lob der Unschärfe

Heute genügen ein paar schnelle Klicks am Computer, um ein Bild in eine andere Stimmung zu versetzen. Postmoderne Beliebigkeiten. Für Malerei und Fotografie ist es schwieriger geworden authentisch zu bleiben! Ich verändere im Digitalen nur sehr wenig und was bleibt ist das Geheimnis des Bildes.

 

Ist das unscharfe Sehen ein Manko? Am Anfang des 19. Jahrhunderts beschreibt Adam Müller in seinem Traktat "Etwas über die Landschaftmalerei" seinen romantischen Standpunkt dazu und entwirft eine Geschichte der Unschärfe. Ihn beschäftigte die Frage: Warum gewisse Landschaften wohltuend auf den Betrachter wirken - warum ihm alles harmonisch verbunden erscheint? Seine Antwort: Dem Betrachter ist bei jedem unscharfen Bild jeweils ein Blick in die Ferne möglich, in Himmel und Erde. Alle Elemente sind einträchtig verschmolzen. Präsentieren sich die Dinge aus der Nähe oft im schroffen Gegensatz klar und deutlich, werden in der Unschärfe die Umrisse der irdischen Dinge weicher. Die Farben sanfter: Luft und Erde scheinen zusammenzufließen und die Grenzen lösen sich im Bild auf. Die Ferne bildet den Ursprung und das Ende gleichzeitig ab. Vergangenheit und Zukunft vereint in einem Bild. So wird daraus ein Mysterium.

 

Anfänge

Ganz am Anfang meiner Überlegungen suchte ich eine Form der Abbildung, die eine neo-romantische Sehweise etablieren sollte. So entschied ich mich für die alte Technik der Camera Obscura, denn sie ist die "natürlichste" Form von Abbildung und immer noch nahe an der Malerei dran. Man sieht, wie sich die Natur selbst abbildet, ohne jegliche Bildbearbeitung und ihre sympathische Gleichgültigkeit gegenüber den menschlichen Sehgewohnheiten. Alles Künstliche verschwindet. Die Sonne arbeitet still und leise vor sich hin und es entsteht bei jedem Bild ein Mysterium, das sich nur schwer beschreiben lässt. Schleier über den Bildern; Versinken in Unschärfe. Es ist als wolle die Natur etwas zeigen und gleichzeitig vor uns verbergen. Ein winziger Augenblick im unendlichen Strom der Zeiten. One frame of eternity!

 

Fast alle Bilder entstammten zunächst dem Projekt "7th DAy" von Prezmek Zajfert in Stuttgart.

 

Im Fluss der Zeit

Im Gegensatz zur klassischen Fotografie enthalten diese Bilder für mich ein Element von Ewigkeit. Es gibt kein punctum, wie es Roland Barthes in seinem Essay: „Über die Fotografie“ bemerkte. Die herkömmliche Fotografie hält den Zeitfluss sichtbar an und verharrt im Augenblick. Jeder eingefrorene Moment ist dann bereits Vergangenheit und der Betrachter sieht immer in die Zeit zurück. In den Aufnahmen der Camera obscura ist jedoch der Fluss der Zeit spürbar. vergangenheit und Gegenwart gehen ineinaner über. Und man erhält eine Ahnung davon, was Ewigkeit bedeuten könnte.

 Next step

Der bisherherige Träger (Fotopapier) wird nun auch selber hergestellt, wobei das Experimentieren noch mehr an Bedeutung erhält. Ganz wie Fox Talbot versuche ich den Prozess noch natürlicher werden zu lassen. Das geht so weit, dass die Kamera/Kalotte selbst aus einem Material hergestellt wird, das mir von der Firma Myco Works in San Fransisco probeweise zur Verfügung gestellt wird. Eine Art Leder, die aus dem Myzell von Pilzen hergestellt wird. Leder statt Plastik. Man wird sehen!

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