Großer Blick

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Großer Blick

Beschreibung „Ich sagen Ihnen, man könnte den Verstand verlieren, wenn man so ein von der Natur selbst erschaffenes Bild sieht“. Francois Arago, 1839 "Denn wahrlich ich sage ihnen: es liegt mehr Freude und Nutzen in einer einzigen, mit Blümlein und Sonnenschein besprenkelten Waldlichtung für ein ruhiges Gemüt, ein gesundes Hirn und eine fleißige Hand, als für den Ruhelosen durch ein ganzes Panorama des ganzen Erdgürtels erkauft werden könnte, welches rund um den Äquator herum fotografiert würde." James Ruskin, sechste Vorlesung: Über das Licht. Original Edition 1/5 Gerahmt, Holz, Museumsglas. 2fach Vorrichtung für optimale Hängung. In zwei Formaten erhältlich: 90 x 90 cm. Künstler-Stempel. Signiert. Großes Format 1,60 x 1,60 cm möglich. Künstler-Stempel. Signiert. Location: The magic cave Built in 1790/91 this was another brilliant brainchild of the Count Ostein, thougth we can't be surre what his excat motives where. Travellers reported making their way through the thicket an unexpectedley coming across a door built into a heap of stones. Behind it, they discovered a 30 meter long serpentine passageway made of querry stones. Many noted filled with fear. Outside, a view of the Vautsberg ruin (Rheinstein Castle) awaited them. Inside the cabin , wall mirrors reflected the outside world so well it magially seemed as though the forest scene were within the walls of the cabin.
Material und Arbeitstechnik Camera Obscura /Fine Art Print
Erscheinungsjahr
Abmessungen 90 cm x 90 cm
Preis auf Anfrage
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Lob der Unschärfe

Heute genügen ein paar schnelle Klicks am Computer, um ein Bild in eine andere Stimmung zu versetzen. Postmoderne Beliebigkeiten. Für Malerei und Fotografie ist es schwieriger geworden authentisch zu bleiben! Ich verändere im Digitalen nur sehr wenig und was bleibt ist das Geheimnis des Bildes.

Ist das unscharfe Sehen ein Manko? Am Anfang des 19. Jahrhunderts beschreibt Adam Müller in seinem Traktat "Etwas über die Landschaftmalerei" seinen romantischen Standpunkt dazu und entwirft eine Geschichte der Unschärfe. Ihn beschäftigte die Frage: Warum gewisse Landschaften wohltuend auf den Betrachter wirken - warum ihm alles harmonisch verbunden erscheint? Seine Antwort: Dem Betrachter ist bei jedem unscharfen Bild jeweils ein Blick in die Ferne möglich, in Himmel und Erde. Alle Elemente sind einträchtig verschmolzen. Präsentieren sich die Dinge aus der Nähe oft im schroffen Gegensatz klar und deutlich, werden in der Unschärfe die Umrisse der irdischen Dinge weicher. Die Farben sanfter: Luft und Erde scheinen zusammenzufließen und die Grenzen lösen sich im Bild auf. Die Ferne bildet den Ursprung und das Ende gleichzeitig ab. Vergangenheit und Zukunft vereint in einem Bild. So wird daraus ein Mysterium.

Anfänge

Ganz am Anfang meiner Überlegungen suchte ich eine Form der Abbildung, die eine neo-romantische Sehweise etablieren sollte. So entschied ich mich für die alte Technik der Camera Obscura, denn sie ist die "natürlichste" Form von Abbildung und immer noch nahe an der Malerei dran. Man sieht, wie sich die Natur selbst abbildet, ohne jegliche Bildbearbeitung und ihre sympathische Gleichgültigkeit gegenüber den menschlichen Sehgewohnheiten. Alles Künstliche verschwindet. Die Sonne arbeitet still und leise vor sich hin und es entsteht bei jedem Bild ein Mysterium, das sich nur schwer beschreiben lässt. Schleier über den Bildern; Versinken in Unschärfe. Es ist als wolle die Natur etwas zeigen und gleichzeitig vor uns verbergen. Ein winziger Augenblick im unendlichen Strom der Zeiten. One frame of eternity!

Fast alle Bilder entstammten zunächst dem Projekt "7th DAy" von Prezmek Zajfert in Stuttgart.

 

Workshop Camera Obscura – After Turner

Kooperation: Zweckverand Oberes Mittelrheintal, The 7th day, Wilhelm Hofmann Gymnasium

Kunst aus Licht und Natur! Eine einfache Plastikdose mit lichtempfindlichen Material genügt schon. Mithilfe dieser einfachen Camera Obscura produzieren die Schüler am historischen Malstandort 12 der William Turner Route ihr ganz eigenen Blickwinkel auf ihre Landschaft ab.  So entstanden in knapp 14 Tagen Belichtungszeit fotografische Zauberwerke nach der Urform der Fotografie. Auch der englischen Landschaftsmaler J.M.W. Turner hatte auf seiner Rheinreise 1817 in Skizzen und Aquarellen diese Ansicht ins Rheintal festgehalten. Das Projekt wurde mit dem renommierten Deutschen Jugendfotopreis 2020 prämiert.

Der freischaffende Künstler Jürgen Czwienk veranstaltete 2019 Workshops, in denen Schüler des Wilhelm-Hauf-Gymnasium Bilder mit einer Camera Obscura herstellen sollten. Historie und Funktionsweise dieser „romantischen“ Aufnahmetechnik wurden in insgesamt 8 Unterrichtsstunden und einer Exkursion anschaulich vermittelt. An ausgesuchten Malstandorten des englischen Malers W. M. Turner spüren die Schüler dem weltberühmten Rheinzyklus dieses Wegbereiters der Rheinromantik nach. Die archaische Technik der Camera Obscura bringen abstrakte Ansichten von Natur hervor, die zwischen Malerei und Fotografie changieren.

 

 

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